Albert Oehlen

30.05.2015-16.08.2015
Albert Oehlen
An Old Painting in Spirit
Week

Kunsthalle Zürich
Limmatstrasse 270
CH-8005 Zürich

Tel: +41 (0) 44 272 15 15
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Förderer

Eröffnung: Freitag, 29. Mai 2015

Unter dem Titel Abräumung fand 1987 in der Kunsthalle Zürich Albert Oehlens erste grosse institutionelle Einzelausstellung statt. Nun kommt es, fast dreissig Jahre später, zur zweiten Präsentation des 1954 geborenen deutschen Malers, der seit über zehn Jahren im Appenzell lebt.

In Anbetracht der neusten Arbeiten lässt sich sagen, dass Oehlen heute zu den wegweisenden Künstlern gehört, gerade weil er weiterhin unsere Vorstellungen von Malerei, Schönheit, Sehen und Denken umpflügt. Dazu gehört, dass er sich mit Behauptungen exponiert, die uns, wie seine Kunst, mit Fragen zurücklässt. So zum Beispiel:*

«Im Land der Motive brennt kein Licht mehr.»

«Einfach mal ein Fenster aufstossen und, wie einer meiner Freunde sagt, die Gerechtigkeit reinlassen.»

«Kunst hat sich immer mit der Realität gebalgt, indem sie sich annähern wollte, sich keck an die Wirklichkeit ranmachen.»

«Also, man müsste das Medium möglichst grossen Belastungen aussetzen, dann kommt richtige Schönheit heraus.»

An Old Painting in Spirit in der Kunsthalle Zürich vereint erstmals bedeutende Werke aus den 1980er Jahren, zwei neuste Malereizyklen sowie eine Auswahl von rund achtzig selten gezeigten Zeichnungen. Ein erster Eindruck wird jener der Vielfalt sein, als ob hier mehrere Künstler am Werk sind. Eine heftig gehaltene braun-graue Malerei trifft auf hochfarbige Leinwände, collagiert aus Werbeplakaten, die ihrerseits neben neusten, auf Dibond-Aluplatten gemalten Bildern hängen. Diese zeigen baumähnliche schwarze Formen auf rot-weissem Hintergrund und sind von unromantischer Härte. In An Old Painting in Spirit begegnen sich Bildideen und Malweisen, die man nicht für möglich gehalten hätte. Sie testen die Grenzen von Malerei aus und strapazieren unsere Erwartungen. Dabei erzählen sie noch von etwas ganz anderem: von der Tollkühnheit, sich mit dem Pinsel immer wieder Freiraum zu erschaffen, was durchaus als hohe Form von Schönheit anzuerkennen ist.

*Die Zitate stammen aus:

Albert Oehlen/Daniel Baumann, «Im Land der Motive brennt kein Licht mehr/The Lights are out in the Land of Motifs,» Interview in: Die Götter im Exil/Gods in Exile, Ausst.kat. Kunsthaus Graz, Köln 2006.

Albert Oehlen, Ausst.kat. Salzburger Kunstverein, 1993, S. 6.

A. Oehlen. Albert Oehlen im Gespräch mit Wilfried Dickhoff und Martin Prinzhorn, Köln 1991, S. 73 und 78.

Januar

07 Mi

Mai

29 Fr

31 So

  • 14:00-15:00
    Mit Albert Oehlen

11 Mi

Juni

04 Do

  • 18:30-19:30
    Mit Arthur Fink & Emil Klein

05 Fr

07 So

11 Do

  • 18:30-19:30
    Mit Arthur Fink & Urban Zellweger

14 So

  • 16:30-17:30
    Mit Thomas Grötz

18 Do

  • 18:30-19:30
    Mit Arthur Fink & Fatuma Osman

21 So

  • 14:00-15:00
    Mit Fredi Fischli & Niels Olsen

25 Do

  • 18:30-19:30
    Mit Albert Oehlen

28 So

  • 14:00-15:00
    Mit Albert Oehlen
Juli

02 Do

  • 18:30-19:30
    Mit Yannic Joray & Petra Gibler

05 So

  • 14:00-15:00
    Mit Yannic Joray & Benjamin Saurer
August

16 So

  • 14:00-15:00
    Mit Daniel Baumann & Beatrix Ruf