Der Nagel im Stiefel (Lursmani cheqmashi Gvozd’v sapoge), 1930/32

Während eines Krieges wird eine Gruppe gepanzerter Zugwaggons attackiert. Darin befinden sich neben Soldaten auch gefeierte Arbeiter einer Schuhfabrik. Ein einzelner von ihnen wird ins feindliche Gebiet losgeschickt, um eine wichtige Botschaft zu überbringen. Weil seine Stiefel nichts taugen, versagt er aber. Es scheint, dass er von den eigenen Leuten verraten wurde – jenen Arbeitern nämlich, die die untauglichen Stiefel hergestellt hatten und beim Überfall ums Leben gekommen sind. Der Nagel im Stiefel ist eine Parabel auf die mangelhafte sowjetische Industrie und wurde nach seiner Premiere umgehend verboten.

Von Michail Kalatosow stammt ebenso der in der Ausstellung gezeigte Film Das Salz Swanetiens (Jim Shvante).