Kunst in Zürich

1991 erschien der Führer Kunst in der Schweiz. Ich war damals 24 Jahre alt und habe diesen Führer hin und her gelesen. Beat Wyss schrieb darin, Johannes Gachnang, Harald Szeemann, Patrick Frey, Roman Kurzmeyer, Theodora Vischer, Christoph Doswald, Stefan Banz, Hans Rudolf Reust, Christoph Schenker, Bernhard Bürgi, Paolo Bianchi, Martin Heller, Urs Stahel, also die ganze eidgenössische Crème der Angesagten. Mit dabei auch ein paar ganz wenige Frauen. Kürzlich kam mir beim Aufräumen das Buch in die Hand und ich las den Text über Zürich, verfasst von der Kunstkritikerin Edith Krebs. Sehr interessant und ein guter historischer Überblick, here we go! Daniel Baumann, Kunsthalle Zürich

 

Kunst in Zürich (1991)

Edith Krebs

Wer vor gut zehn Jahren der Kunst wegen nach Zürich kam, hatte keinen Streß zu befürchten. In diese Stadt reiste man aus anderen Gründen, sei es, um Geschäfte abzuwickeln, Einkäufe zu tätigen oder als Zwischenstation auf dem Weg in den Süden oder in die Berge. Lange Zeit hatte es den Anschein, daß die kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung der größten Schweizer Stadt mit den »vier Häusern«, wie man sie zu nennen pflegte — Opernhaus, Schauspielhaus, Kunsthaus und Tonhalle — abgedeckt seien. Außer dem Kunsthaus gab es im Bereich der zeitgenössischen Kunst nur gerade zwei Räume, das Helmhaus und den Strauhof, wo punktuell interessante Ausstellungen stattfanden.

Neben einem Dutzend nennenswerter Galerien war es insbesondere das InK, das einen Lichtstrahl in diese Öde warf. Während dreier Jahre, von 1978 - 1981, hatte sich diese private Institution unter der Leitung von Urs Raussmüller mit leidenschaftlichem Einsatz für die internationale Gegenwartskunst stark gemacht. Als es aber darum ging, dem InK neue Räume zur Verfügung zu stellen, zeigte sich die Stadtverwaltung blind gegenüber der Bedeutung dieses Hauses, und es dämmerte ihnen wohl erst später, zu spät, als die Hallen für neue Kunst in Schaffhausen eröffnet wurden, welchen Verlust sie sich durch ihre Kurzsichtigkeit eingehandelt hatten.

Mitten im angeheizten Klima der Zürcher Jugendunruhen, die sich nun 1980 am 60-Millionen-Umbaukredit für das Opernhaus entzündeten, verschaffte Bice Curiger dem schlummernden künstlerischen Potential ein Ventil: Mit »Rock-Jugend-Punk-Sub-Zwischenkultur« umriß sie die Lage und traf mit der Ausstellung »Saus und Braus« den Nerv der Zeit. Verbindendes Element war die Szene, der Lebensstil —»Stadtkunst« hieß denn auch der Untertitel der Veranstaltung, die der Forderung nach einem Forum für künstlerische Äußerungen, die sich abseits des bürgerlichen Kulturverständnisses bewegen, erstmals und nachhaltig Ausdruck verlieh.

Es dauerte seine Zeit, bis sich bei den Behörden die Bereitschaft einstellte, aus diesen Vorgängen Konsequenzen zu ziehen. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre hat sich dann aber das kulturelle Angebot in einem Maße erweitert, wie es auch der kühnste Optimist nicht zu träumen wagte. Die neuen Einrichtungen sind über verschiedene Stadtteile bis an die Peripherie verstreut zu finden, und es hat durchaus sinnbildlichen Charakter, wer wessen Nachbarschaft gesucht oder auch zufällig gefunden hat.

 

Das Stadtzentrum

Die Graphische Sammlung der ETH ist in der Eidgenössischen Technischen Hochschule untergebracht — ein Gebäude, das nach Entwürfen von Gottfried Semper erbaut wurde und als der bedeutendste Bau des Schweizer Historismus gilt. 1867 gegründet, sind in den Beständen dieser zweitgrößten Graphiksammlung der Schweiz über 100.000 Einzelblätter und rund 3.000 illustrierte Bücher, u. a. das gesamte druckgraphische Werk von Schongauer, Dürer, Rembrandt und Goya, aufbewahrt. Die wechselnden Ausstellungen vermitteln einen faszinierenden Einblick in diese außerordentliche Sammlung, die von Reinhold Hohl verwaltet wird. Von der Terrasse der ETH aus zeigt sich Zürich übrigens von seiner gefälligsten Seite.

Das Kunsthaus Zürich am Heimplatz deutet schon durch sein äußeres Erscheinungsbild, welches durch mehrere Erweiterungsbauten geprägt wird, die divergierenden Funktionen dieser Institution an. Im Altbau, ein Werk des Architekten Karl Mosers, ist ein großer Teil der Sammlung ausgestellt, u. a. Werkgruppen von Johann Heinrich Füssli, Arnold Böcklin, Edvard Munch und Oskar Kokoschka, der französischen Impressionisten, der Dadaisten sowie der Schweizer Maler Giovanni Segantini, Augusto Giacometti, Felix Vallotton, Cuno Amiet und Ferdinand Hodler, von dem das Kunsthaus über 100 Werke besitzt. Der aus den fünfziger Jahren stammende Bührle-Saal, so genannt wegen seines Stifters Emil Bührle, diente in den letzten Jahren unter anderem den Präsentationen von Harald Szeemann, der als freier Mitarbeiter das Publikum mit seinen visionären Projekten wie »Monte Verita« oder »das Gesamtkunstwerk« beglückte und eine Reihe hervorragender Retrospektiven von Eugene Delacroix bis Georg Baselitz veranstaltet hat.

Im neuesten Trakt des Kunsthauses ist die Sammlung des 20. Jahrhunderts untergebracht. Schwerpunkte bilden hier Werke der klassischen Moderne und die informelle Malerei der fünfziger Jahre, während der Abstrakte Expressionismus und die Pop Art die Vormachtstellung der Amerikaner in den letzten Jahrzehnten demonstrieren. Hervorzuheben ist außerdem die weltweit umfangreichste Werksammlung von Alberto Giacometti sowie eine beachtliche Übersicht über die konkrete Kunst. Im Bestand der zeitgenössischen Kunst, die kürzlich durch zwei Neuerwerbungen von Cy Twombly und Georg Baselitz ergänzt wurde, und u. a. Werke von Penck, Kiefer und Cucchi umfaßt, wird der heroischen Malerei der achtziger Jahre Tribut gezollt. Mit der Stiftung für Fotografie, einer Bibliothek und der graphischen Sammlung sowie einer gutbestückten Video-Kollektion wird das Angebot des Kunsthauses abgerundet. Durch das Fehlen anderer Ausstellungsinstitutionen, insbesondere einer Kunsthalle, sah sich das Kunsthaus gezwungen, auch den Bereich der Gegenwartskunst abzudecken — eine Aufgabe, die die Infrastruktur des Hauses überforderte und deshalb oft zur Pflichtübung verkam.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Kunsthauses — unter dem Dach des Schauspielhauses — befindet sich die Galerie Renee Ziegler, eine der ältesten Galerien der Stadt, die unlängst ihren dreißigsten Geburtstag feierte. Das Programm des Galeristen-Ehepaares Renee und Maurice Ziegler zeugt von einer unverbrüchlichen Treue zu den Künstlern, mit denen sie in den sechziger Jahren groß geworden sind. Das Schwergewicht liegt bei Plastikern wie Arman, Jean Arp, Anthony Caro, Nigel Hall und Jean Tinguely. Mit Max Bill, Richard Paul Lohse, Pol Bury, Al Held und Gottfried Graubner sind aber auch einige Maler unterschiedlichster Couleur vertreten. Die Galerie hat 1989 eine bemerkenswerte Ausstellung von Meret Oppenheim gezeigt, deren Nachlaß sie betreut.

Die von Elisabeth Kübler geführte Galerie Lelong (vormals Maeght) ist zur Hauptsache der klassischen Moderne verpflichtet (Miro, Calder, Chillida, Tapies). In ihren weitläufigen, labyrinthartigen Räumen mitten in der Altstadt werden aber auch zeitgenössische Maler wie Lüpertz, Kirkeby und Penck präsentiert. Bisweilen wird die bewährte Mischung mit Überraschungen angereichert: So etwa die wunderbare Ausstellung von Louise Bourgeois oder eine unerwartete Wiederbegegnung mit Konrad Klapheck.

In den letzten Jahren wurde die Aufgabenverteilung für die beiden städtischen Institute Helmhaus und Strauhof neu geregelt. Während der Strauhof nun für Ausstellungen mit dokumentarischem Charakter zuständig ist, wird im neurenovierten Helmhaus an der Limmat Schweizer Kunst auf »Kunsthalle-Niveau«, wie sich die Leiterin Marie-Louise Lienhard ausdrückt, gezeigt. Die Eröffnungsausstellung bestritt der Zürcher Plastiker Florin Granwehr, der die konkrete Tradition auf einem gangbaren Weg weiterführt und hier einige öffentliche Aufträge realisiert hat, z. B. auf dem Gelände der Universität Irchel. Als gelungenes Experiment erwies sich die Idee, jeweils einem Künstler »carte blanche« zu erteilen.

 

Das rechte Seeufer

Bruno Bischofberger, der heute eine Galerie in der Nähe des Opernhauses am See betreibt, hat in den langen Jahren seiner Tätigkeit (seit 1963) fast jede neue Tendenz in der Kunst mitgetragen. Von Pop Art, Nouveau Realisme, Minimal- und Konzept-Kunst bis hin zu Pattern Painting war hier fast alles zu sehen und meistens zum erstenmal in der Schweiz — ein nicht zu unterschätzendes Informationsangebot für den Kunstinteressierten. Seit einiger Zeit hat sich das Temperament des Galeristen offenbar etwas beruhigt. In schöner Regelmäßigkeit werden hier nun die neuesten Werke von Clemente, Condo, Enzo Cucchi, David Salle und Julian Schnabel vorgeführt.

Das Museum Bellerive ist auf einem kurzen Spaziergang der Seepromenade entlang zu erreichen und beherbergt eine beachtliche Sammlung von Kunsthandwerk der Vergangenheit und Gegenwart (Textilien, Glas, Keramik, Marionetten, Musikinstrumente), die aber wegen Platzmangel nur zu einem kleinen Teil zu sehen ist. Unter der Leitung von Sigrid Barten werden hier regelmäßig Ausstellungen über das zeitgenössische Schaffen in diesen Bereichen gezeigt.

Gleich nebenan, unübersehbar in seiner kühnen Form- und Farbgebung, ist der letzte Bau von Le Corbusier zu bewundern, welcher aber als Privatmuseum konzipiert in den letzten Jahren wegen Geldnöten fast immer geschlossen war. Der Seeuferweg führt weiter ins äußere Seefeld, vorbei an Jean Tinguelys »Heureka«, die eben von einer langen Reise nach Australien zurückgekehrt und wieder an ihrem alten Standort anzutreffen ist. Ein kurzes Verweilen lohnt auch der Eingangsbereich des Strandbades Tiefenbrunnen aus den fünfziger Jahren mit seiner pilzförmigen Säulenüberdachung.

In der Mühle Tiefenbrunnen, eine ehemalige Getreidemühle, die für teures Geld in einen schicken Treffpunkt für die Yuppie-Generation umgewandelt wurde, sind neben Kunst auch Kleider und Möbel ausgestellt. Die richtige Umgebung für den Galeristen Veith Turske von Turske & Turske, der unverhohlen bekennt, daß finanzielle Erwägungen ausschlaggebend für die Wahl des Standortes Zürich waren. Mit Magdalena Abakanowicz, Armando, Bruce Robbins, Franz Gertsch, Arnulf Rainer, Hubert Schmalix und Theodoras Stamos sind hier respektable Namen vertreten, die in repräsentativen Privat- und Geschäftsräumen bestens zur Geltung kommen.

Nur wenige Gehminuten entfernt bietet sich die Gelegenheit, die Sammlung E. G. Bührle zu besichtigen, die als Stiftung zweimal wöchentlich der Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben mittelalterlichen Holzskulpturen bildet die französische Kunst des 19. Jahrhunderts den Schwerpunkt der Sammlung und umfaßt bedeutende Werkgruppen von Manet, Degas, Monet, Cezanne und van Gogh.

An der Arosastraße befindet sich die Galerie Nathan, die heute von Peter Nathan geführt wird und hauptsächlich Vertreter der »Ecole de Paris« zeigt. Der Vater des Kunsthändlers, Fritz Nathan, war einst der künstlerische Berater von Emil Bührle — die Nachbarschaft also keineswegs zufällig. Durch großzügige finanzielle Unterstützung von privater Seite konnte die Idee des Künstlers Gottfried Honegger, den Zürcher Konkreten und anverwandten Kreisen ein Museum einzurichten, mit der Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst am Stadtrand, an der Grenze zu Zollikon, verwirklicht werden. Hinter den verwitterten Fassaden eines ehemaligen Fabrikgebäudes sind Werke von Sophie Täuber-Arp, Fritz Glarner, Verena Loewensberg, Camille Graeser, Max Bill, Richard Paul Lohse und weiteren Protagonisten dieser Kunstrichtung vereint.

 

Das linke Seeufer

Als direkte Folge der Jugendunruhen wurde 1981 am gegenüberliegenden Seeufer, in Wollishofen, das Kulturzentrum Rote Fabrik eröffnet. Die Bandbreite der Aktivitäten in der Roten Fabrik ist enorm—zu den erfolgreichsten Veranstaltungen gehören die oft hervorragendenJazz- und Rockkonzerte.Barbara Tosca und Harm Lux

Barbara Tosca und Harm Lux, Kurator

Angesichts der mangelnden Ausstellungsmöglichkeiten entschloß sich 1984 eine Gruppe von Künstlern, die in der Roten Fabrik ihr Atelier haben, einen »Aktionsraum junger Schweizer Kunst« zu betreiben. Die Shedhalle entwickelte sich bald—nicht zuletzt dank der schönen, großen Räume — zu einem der wichtigsten Ausstellungsorte, wo in eigener Regie oder unter der Leitung von Gastkuratoren viele Künstler und Künstlerinnen abseits des kommerziellen Galeriebetriebes ihre erste Öffentlichkeit fanden. Auch für junge Vermittler wurde die Shedhalle zu einem wichtigen Forum, in dem sie ihre Überzeugungen formulieren konnten. Mit dem Übergang zum definitiven Betrieb der Roten Fabrik hat sich auch das bis dahin flexible Konzept der Shedhalle verändert. Seit Mitte 1988 obliegt die Leitung einem festangestellten Kurator, und es ist Harm Lux gelungen, den Betrieb zu professionalisieren und eine Öffnung zur internationalen Kunst durchzusetzen. Diese Tendenz wurde anfänglich von der lokalen Kunstszene mit Argwohn beobachtet—inzwischen sind jedoch auch die Skeptiker überzeugt, daß hier die Interessen der Künstler weiterhin im Vordergrund stehen und eine fundierte Vermittlungsarbeit geleistet wird. Die Ausstellungen von Giro Annen, Bernard Voita, Christoph Rütimann, Clara Saner und Claude Gajon haben einen Weg gezeigt, der abseits von alternativer Rührseligkeit und Mainstream des Kunstmarktes verläuft und spannende Perspektiven eröffnet. Vom breitgestreuten Rahmenprogramm der Shedhalle, das Theateraufführungen, Konzerte, Performances, Vorträge und Künstlergespräche umfaßt, gehen weitere befruchtende Impulse aus.

Wer sich für außereuropäische Kunst interessiert, sollte einen Besuch im Museum Rietberg, das oft als das schönste Museum in Zürich bezeichnet wird, auf keinen Fall verpassen. Die qualitätsvolle Sammlung umfaßt über 6.000 Werke aus China, Indien, der Südsee, Afrika und Alt-Amerika und ist in der spätklassizistischen Villa Wesendonck inmitten eines herrlichen Parkes untergebracht.

Pablo Stähli ist ohne Frage derjenige Galerist, der sich seit Anfang der siebziger Jahre am engagiertesten für Schweizer Kunst eingesetzt hat. Eine ganze Reihe heute international bekannter Künstler ist aus Stählis Programm hervorgegangen, so z. B. Markus Raetz, Urs Lüthi, Aldo Walker, Martin Disler, Helmut Federle, Leiko Ikemura und Fischli/Weiss, die hier 1981 mit »Plötzlich diese Übersicht« eine memorable Ausstellung inszenierten. Mit Jürgen Klauke, Penck, Cy Twombly und Marcel Broodthears hat sich die Galerie in den letzten Jahren der internationalen Kunst zugewandt. Nach einem längeren Gastspiel im Bahnhof Enge befindet sich die Galerie noch immer im selben citynahen Quartier. Im Helmhaus betreibt Stähli außerdem einen Kunst-Kiosk, in dem neben dem unfangreichen Angebot aus der Edition Stähli die Sparte der Künstlerbücher besonders gepflegt wird.

Eine umfangreiche Künstlerschar betreut seit 1983 die Galerie Brigitta Rosenberg an der Lessingstraße, nur einen Katzensprung von Stähli entfernt. Im Vordergrund stehen hier junge Schweizer Künstler wie Ian Anüll, Luigi Archetti, Silvie und Cherif Defraoui, Marc-Antoine Fehr, Alex Hanimann und Andreas Hofer—daneben zeigt sich die Galeristin von der zeichnerischen Arbeit von Dominik Steiger, Gerhard Rühm und Andre Thomkins ebenso fasziniert wie von den verführerischen Installationen des Münchners Stefan Huber.

Mit einem neuen Konzept ist die Galerie Brandstetter & Wyss in einem für Galerien ungewohnten Quartier schnell bekannt geworden. Beim Bahnhof Wiedikon zeigen sie ausschließlich »Arbeiten auf Papier« meist junger internationaler Provenienz. Ihre Aktivitäten brachten neues Leben in die ehemalige Bäckerei an der Weststraße, dieser wegen ihrer unerhörten Verkehrsdichte berühmt-berüchtigten Haupttransitachse in den Süden. Sozusagen an der gleichen Straße liegt auch die Schloßruine Castel Burio, in Costigliole d’Asti bei Turin, wo Daniela Brandstetter und Pius Wyss mit ihren Künstlern dann große Arbeiten, Konzerte und längerfristige Installationen organisieren.

Galerie Brigitta Rosenberg, Ausstellung Andreas Hofer

 

Richtung Zürichberg

Auffallend ist der Zuwachs an Galerien im Stadtkreis 6, der zusammen mit angrenzenden Bezirken zum Zürichberg gezählt wird und zu den privilegiertesten Wohnquartieren der Stadt zählt. Seit eh und je gibt es die Galerie Walcheturm, die aber erst seit kurzem unter der neuen Leitung von Eva Presenhuber wieder im Gespräch ist. Neben Landsleuten wie Peter Weibel und Gerwald Rockenschaub — geplant ist eine Ausstellung mit Bruno Gironcoli — richtet die Österreicherin ihr Augenmerk auf vielversprechende junge Schweizer Künstler.

In ihrer Etagengalerie an der Schaffhauserstraße zeigt Marlene Frei seit 1985 einige Künstler, die einst im Zusammenhang mit der Fluxus-Bewegung in Erscheinung getreten sind: Emmett Williams, Ludwig Gosewitz, Peter Green und Tom Wasmuth, deren Werke oft einen Hang zum Filigranen, Verspielten, Esoterischen verraten — Attribute, die in gewisserWeise auch auf die bemerkenswerten Arbeiten des Zürcher Objektkünstlers Daniel Zimmermann und der neu ins Programm aufgenommenen Suzanne Baumann zutreffen. Durch die Zusammenarbeit mit Dieter Roth, die ihren Höhepunkt in einer eindrucksvollen Teppich-Ausstellung fand, hat die Galeristin ein Zeichen gesetzt, daß von ihr wenige, aber sorgfältig erarbeitete Ausstellungen zu erwarten sind. 1990 ist die Galerie in den Stadtkreis 4 umgezogen.

Nach langer Ausstellungstätigkeit im Stadtzentrum ist die Galerie Annemarie Verna vor einigen Jahren in die vornehme Gegend um die Scheuchzerstraße gezogen, ohne indes ihre engagierte Haltung preiszugeben. Mit Staunen nimmt das Galeristen-Ehepaar Annemarie und Gianfranco Verna zur Kenntnis, daß die Künstler, für die sie sich seit zwanzig Jahren eingesetzt haben, plötzlich Anerkennung finden. Robert Ryman, Donald Judd, Dan Flavin, Sol Lewitt und Robert Mangold sind hier immer wieder in präzisen, stimmigen Ausstellungen zu sehen, die bisweilen von den poetischen Inszenierungen Nico la de Marias oder den sensiblen Materialcollagen von Richard Tuttle aufgelockert werden.

Trotz des sprichwörtlichen Rufes der Stadt Zürich als Finanzplatz der Schweiz und einer ständig wachsenden Galerienszene — inzwischen werden es wahrscheinlich um die 150 sein — gehört das Geschäft mit der Kunst nicht zu den lukrativsten. Zumindest im Bereich der zeitgenössischen Kunst braucht es immer noch einen langen Atem, um das Vertrauen der Sammler zu gewinnen, deren Anzahl hierzulande fast ebenso gering ist wie ihre Zurückhaltung groß.

Wesentlich geschmeidiger entwickelt sich hingegen der Handel mit Werken der klassischen Moderne — vor gut zehn Jahren jedenfalls war Thomas Ammann noch ein junger Nobody. Inzwischen gehört er zur Creme der internationalen Kunsthändler und pflegt von seinem Domizil am Zürichberg aus millionenschwere Kontakte. Nur auf telefonische Vereinbarung öffnet sich dieser Tresor dem Publikum. Die private Leidenschaft Thomas Ammanns gilt allerdings zeitgenössischen Künstlern aus dem Umkreis von Bruno Bischofbergers Galerie, durch dessen Schule er als Assistent gegangen ist. Seine imposante Sammlung wurde vor einigen Jahren in der Kunsthalle Basel ausgestellt. Nur langsam voran kommt offensichtlich die Bearbeitung des CEuvre- Kataloges von Andy Warhol, der hier zusammengestellt wird.

 

Die Stadtkreise 4 und 5

Das Industriequartier und der benachbarte Stadtkreis 4 zählen immer noch zu den vitalsten Stadtteilen — noch, weil diese ehemalige Arbeiter- und Ausländergegend, wo heute viele junge Leute wohnen, zum Spekulationsobjekt geworden ist. »City-Druck« nennen wir hier das Phänomen, wenn immer mehr Fabriken in die Agglomeration ziehen und Dienstleistungsbetrieben Platz machen.

Zwischen Hauptbahnhof und Limmatplatz liegt das Museum für Gestaltung, das zusammen mit der Schule für Gestaltung in einem großen, L-förmigen Gebäudekomplex untergebracht ist, der von 1930 - 33 erbaut wurde und als Musterbeispiel des »Neuen Bauens« gilt. Ein großer Teil der Sammlung befindet sich im Museum Bellerive, während im Haus selber Handzeichnungen und Druckgraphik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie eine außerordentliche Plakatsammlung, die rund 70.000 Exemplare umfaßt, zu besichtigen sind. Die Hauptaufgabe des Museums für Gestaltung liegt jedoch in der Organisation von Ausstellungen. Neben klassischen Ausstellungen über moderne Architektur, Fotografie und Design werden hier anregende Grenzüberschreitungen in Szene gesetzt.

1986 haben einige junge Künstler eine »Gesellschaft zur Produktion existenzieller Strudel, kurz »GES. P. ENST«, gegründet. Besser bekannt unter dem Namen Kunstbaus Oerlikon veranstaltet die Gruppe Ausstellungen, Performances, Konzerte und Lesungen in ständig wechselnden »Null-Räumen«, d. h. zumeist in Abbruchobjekten, die für kurze Zeit für einen symbolischen Betrag gemietet werden. Entscheidend ist hier wohl die Haltung, die sich im Gegensatz zu den Künstlerräumen der siebziger Jahre keiner kritischen, alternativen Ethik verpflichtet fühlt, sondern lustvoll das »anything goes« praktiziert.

Die Lage der Buchhandlung und Galerie sec 52 zwischen Museum für Gestaltung und Kunsthaus Oerlikon widerspiegelt die Sphäre, die diesen Treffpunkt kennzeichnet und der von der Persönlichkeit Ricco Bilgers geprägt wird. Extrem subjektiv präsentiert sich das Buchsortiment, das fast den Charakter einer Privatbibliothek hat — ebensowenig ist die angegliederte Galerie einem Programm verpflichtet. Dieselbe Offenheit prägt auch das Editionsprogramm von sec 52 sowie die von Bilger initiierte Zeitschrift »Sand«.

Über die Langstraße, in der bisweilen südliche Stimmung aufkommt und die durch Gestalten der Zürcher Halbwelt ihr Lokalkolorit erhält, erreicht man das art magazin. In diesem winzigen Ladenlokal hat Rolf Müller zum Teil wundersame Ausstellungen wie »Tattoo« veranstaltet.

Ricco Biliger, Buchändler, Galerist und Verleger

Daniela Brandstätter und Pius Wyss, Galerie Brandstetter & Wyss

 

Trendig präsentiert sich die Auswahl der Galerie Susann Wyss an der Militärstraße mit Künstlern wie Georg Herold, Martin Kippenberger, Ed Ruscha und neuerdings Fischli/Weiss. Eine exquisite Palette, die eine gewisse Nähe zur Kunstzeitschrift »Parkett« aufweist — es ist wohl kein Zufall, wenn hier und dort öfters die gleichen Namen auftauchen. Mit dem Duo Biefer/Zgraggen und Hannes Brunner hat sich Susann Wyss auch aus der Zürcher Szene überzeugende junge Künstler ausgewählt.

Parkett ist im übrigen ebenfalls in diesem quirligen Quartier zu Hause. Bice Curiger, eben noch als Regisseurin der Subkultur gefeiert, verantwortet als Chefredakteurin das Konzept der internationalen Kunstzeitschrift, die seit 1984 als Vierteljahres-Publikation eine Brücke zwischen amerikanischer und europäischer Gegenwartskunst schlägt und mit fundierten Beiträgen über gestandene Größen und neue Tendenzen berichtet.

Der Wegzug der Galerie Elisabeth Kaufmann nach Basel hat eine empfindliche Lücke hinterlassen. Mit ihrem anspruchsvollen Programm und internationalen Kontakten hat sie Schweizer Künstlern ein Umfeld geboten, wie es heute keine andere Zürcher Galerie zu leisten vermag. Am »Westend« Zürichs, im Areal der ehemaligen Schoeller-Fabrik, hat sich ein vielfältiges kulturelles Leben entfaltet: Künstler haben sich eingenistet, das ch-tanztheater eine Bleibe gefunden und — nachdem bekannt wurde, daß die Kunsthalle hier ihre Tore öffnet — sind auch einige Galerien nachgezogen.

1985 wurde auf Initiative des Künstlers Thomas Müllenbach der Verein Kunsthalle Zürich gegründet und damit der Weg zu einer Institution geebnet, die sich ausschließlich der internationalen Gegenwartskunst widmet. Nach der euphorisch rezipierten Eröffnungsausstellung mit John Armleder, Helmut Federle und Olivier Mosset organisierte die Kunsthalle unter der Leitung verschiedener Gastkuratoren zahlreiche Ausstellungen in der Mühle Tiefenbrunnen — in Räumen, die sie alternierend mit der Galerie Turske & Turske benutzte. Mit dem Umzug in die Schoeller-Fabrik verfügt die Kunsthalle nun erstmals über eigene Räume, die allerdings wiederum ein Provisorium darstellen. Nach einer kontroversen Ausstellung mit Gerhard Merz hat Bernhard Bürgi die Leitung der Kunsthalle übernommen.

Mit einer Reihe vielversprechender Ausstellungen in seiner Wohngalerie, die sich schnell zum Szenentreffpunkt entwickelte, hat Bob van Orsouw von sich reden gemacht und wagt nun den Schritt in die Professionalität, in seinem neuen Ausstellungsraum in Nachbarschaft zurKunsthalle. Die Galerie Mark Müller, vom Geschwisterpaar Marianne und Mark Müller geführt, hat ein Programm angekündigt, das Bildhauerarbeiten, Farbfeldmalerei und konkrete Kunst umfassen wird. Mit ihrem Umzug in riesige Räume an der Hardturmstraße hat die Galerie Jamileh Weber nach über 15jährigem Bestehen einen markanten Wandel signalisiert und ist mit den Künstlern Robert Rauschenberg, Frank Stella, Sean Scully und Aldo Rossi groß ins Geschäft eingestiegen. Dem »Westend« wird leider nur eine kurze Lebensdauer beschieden sein — in drei Jahren wird die Schoeller-Fabrik umgebaut und an zahlungskräftigere Interessenten vermietet.

Die Galeristin Jamileh Weber

 

Es bleibt zu hoffen, daß im geplanten Kulturzentrum Gessnerallee, einem Teil der freigewordenen Kaserne, dieser Verlust wettgemacht wird. Neben dem Theaterhaus Gessnerallee, das den Betrieb bereits aufgenommen hat, wird die Kunsthalle hier ihren definitiven Standort beziehen. Vorgesehen sind auch ein Musikcafe sowie Probe- und Aufführungsräume für Musik- und Tanzgruppen. Ein sicherer Außenposten für aktuelle Kunst ist die Galerie Bob Gysin in Dübendorf an der Peripherie Zürichs. Seit den frühen siebziger Jahren hat Bob Gysin — ab 1985 in Zusammenarbeit mit Theo Kurer — in schönen, jeweils mit kleinen Katalogen dokumentierten Ausstellungen manchen heute international bekannten Schweizer Künstler schon früh einem neuen Publikum vorgestellt. Mit ihrer kontinuierlichen Galerientätigkeit in der Vorstadt haben sie gezeigt, daß es sich lohnt, für die Kunst einen Umweg zu machen.

 

Winterthur

Eine Fahrt nach dem 25 km entfernten Winterthur lohnt sich auf jeden Fall. Hauptattraktion dieser kleinen Arbeiterstadt ist die Sammlung Oskar Reinhart, die in zwei verschiedenen Gebäuden untergebracht ist: Im ehemaligen Wohnsitz des Stifters »Am Römerberg« befinden sich bedeutende Werke alter Meister und repräsentative Werkgruppen der großen französischen Maler des 19. Jahrhunderts (Ingres, Delacroix, Daumier, Corot, Courbet, Manet, Renoir, Cezanne, vanGogh). Im »alten Gymnasium« im Stadtzentrum sind über 600 Werke von deutschen, österreichischen und Schweizer Künstlern des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu sehen. Das Kunstmuseum Winterthur wurde ebenfalls mit zahlreichen Legaten privater Mäzene bedacht, die heute den Grundstock der sehenswerten Sammlung bilden. Mit hervorragenden Ausstellungen im Bereich der neueren Kunst hat sich das Museum Beachtung verschafft. Wegweisende Impulse gaben beispielsweise umfassende Präsentationen von Imi Knoebel und Blinky Palermo, die anfangs der achtziger Jahre von Bernhard Bürgi konzipiert wurden. Erfrischende Kontrapunkte zu den neoklassizistischen Museumsräumen setzten die von Dieter Schwarz inszenierten Ausstellungen von Urs Lüthi und von John Armleder. Mit den Wiener Aktionisten und den »Nouveaux Realistes« wurden schließlich wichtige Kunstströmungen der sechziger Jahre auf den Prüfstand gestellt. Abgerundet wird die Winterthurer Palette durch die kleine Kunsthalle im Waaghaus, wo seit 1980 unter wechselnden Kuratoren ein gemischtes Programm von aktueller Schweizer Kunst und internationalen Künstlern wie Tony Cragg, Niele Toroni, Franz Erhard Walther und Martin Kippenberger veranstaltet wird. 

 

. . . und ein Blick hinter die Kulissen

Nun könnte man sich eigentlich selbstzufrieden zurücklehnen und sich im steigenden Renommee Zürichs als Kunststadt sonnen. Auf Ausstellungsebene präsentiert sich das Netz der öffentlichen und privaten Institutionen in der Tat so dicht, daß kaum mehr Wünsche offen bleiben. Trotzdem sprach kürzlich ein Künstler im Zusammenhang mit dem Klima dieser Stadt von »Kommunikationsnotstand«, ein anderer faßte seine Eindrücke unter dem Stichwort »Abwesenheit« zusammen.

Abgesehen von psychosozialen Faktoren gibt es einige handfeste Gründe, die eine vitale Kunstszene verhindern. In erster Linie wäre hier das vielbeklagte Fehlen einer Kunstakademie zu nennen. Neben ihrer zentralen Funktion als Ausbildungsstätte erfüllt eine Kunstakademie auch im Bereich der Vermittlung eine wichtige Aufgabe und wirkt sich als Ort der Begegnung und Auseinandersetzung entscheidend auf das künstlerische Klima einer Stadt aus. Überdies gehen von profilierten Lehrkräften und studierenden Künstlern aus dem In- und Ausland Impulse aus, die nicht zu unterschätzen sind.

Aus dieser Einsicht heraus wurde bereits 1971 die private Kunstschule F+ F (Farbe + Form) gegründet. Das Angebot einer dreijährigen medienspezifischen Ausbildung wird zur Zeit von ungefähr sechzig Schülern aus der ganzen Schweiz wahrgenommen. Daß die F + F nach zwanzig Jahren, in denen sie ihre Existenzberechtigung zweifellos bewiesen hat, kaum subventioniert wird und ihren Betrieb durch Schulgelder finanzieren muß, ist ebenso unbegreiflich wie die mißliche Raumsituation: Der Unterricht findet in verschiedenen, über die ganze Stadt verteilten Lokalen statt. Ein weiterer Versuch zur Verbesserung der Künstlerausbildung wurde 1985 an der Schule für Gestaltung in Angriff genommen. Die »Weiterbildungsklasse Kunst« umfaßt einen zweijährigen Grundkurs und eine anschließende Betreuung auf Mentoratsebene. Die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten sind aber derart knapp, daß pro Jahr nur etwa zehn Schüler aufgenommen werden können. Wie verdienstvoll diese Ansätze auch sein mögen — eine Kunstakademie ersetzen sie nicht. Viele angehende Künstler ziehen deshalb eine Ausbildung an einer Kunsthochschule im Ausland vor, und nicht wenige bleiben auch nach Beendigung des Studiums dort.

Ein weiterer Grund für den Exodus der Künstler stellt der akute Mangel an geeigneten und vor allem finanziell tragbaren Ateliers dar. Zwar stellt die Stadt Zürich an verschiedenen Orten Arbeitsräume zur Verfügung, da die Regelung aber keine zeitliche Beschränkung vorsieht, räumt kaum ein Künstler sein subventioniertes Atelier, auch wenn er es sich leisten könnte.

Vor allem junge Künstler stehen vor größten Schwierigkeiten, wenn es darum geht, eine erträgliche Arbeitssituation zu schaffen. Dies um so mehr, als die Lage auf dem Wohnungsmarkt sich fast noch prekärer ausnimmt. Einen willkommenen Beitrag leistet hier ein privater Unternehmer: In einem alten Gewerbehaus am Sihlquai befindet sich die Ateliergemeinschaft Binz 39, wo acht Künstler durch die Unterstützung von Henry F. Levy jeweils für zwei Jahre günstige Arbeitsbedingungen vorfinden und über einen Ausstellungsraum verfügen. Der initiative Mäzen unterhält ein ähnliches Projekt im Engadin und hat in den letzten Jahren durch seine internationalen Kontakte zahlreiche Austauschstipendien ermöglicht.

Wesentlich besser steht es um die finanzielle Unterstützung der Künstler. Wer eine gewisse Begabung und eine kontinuierliche Arbeit vorzeigen kann, wird früher oder später von der städtischen, kantonalen oder eidgenössischen Stipendienkommission als förderungswürdig befunden, und meistens folgt für den, der die erste Hürde geschafft hat, ein zweiter und dritter Beitrag. Zudem unterhält die Stadt in New York, Paris und Genua Künstlerateliers, die in der Regel für ein halbes Jahr vergeben werden und mit einem Stipendium verbunden sind. Eine weitere Einnahmequelle bildet die alljährlich stattfindende »Weihnachtsausstellung«, die vor einiger Zeit in Kunstszene Zürich umgetauft wurde. Die Kunstankäufe der Stadt und des Kantons werden vornehmlich in diesem Rahmen getätigt, und auch private Sammler erwerben hier das eine oder andere Werk.

Zur Zeit wird das Konzept der »Kunstszene Zürich« neu überdacht, und es werden verschiedene Varianten durchgespielt. Unangestastet jedoch bleibt die im Dreijahreszyklus angesetzte, juryfreie Züspa-Ausstellung, an der 1989 über 1.500 Kunstschaffende ihre Arbeiten präsentierten: Ein vielgeschätzter Marathon und eine Zürcher Besonderheit obendrein.

aus: Kunst in der Schweiz. Künstler, Galerien, Museen, Sammlungen Kritiker, Kuratoren, Regionen, Städte, Adressen, hg. Robert Fischer und Pidu P. Russeck, Kippenheuer & Witsch, Köln 1991, S. 139-154

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04.04.2019