This Week in Zürich #26

 

Migros Museum für Gegenwartskunst
Resistance Performed – Aesthetic Strategies under Repressive Regimes in Latin America
bis zum 7. Februar

Widerstand erinnern: Im Zentrum stehen historische Positionen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Peru und Uruguay, die seit Ende der 1960er Jahre die oftmals lebensbedrohliche Opposition in repressiven politischen Systemen Lateinamerikas bezeugen. Schwerpunkt der Ausstellung sind Strategien der Sprachermächtigung in Form von Performances, Interventionen und Aktionen als Praktiken des Widerstands. Dazu im Dialog stehen Werke von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen aus Mittel- und Südamerika, welche die Folgen und Auswirkungen von Diktaturen aufgreifen. Die Ausstellung ruft in Vergessenheit geratene Positionen in Erinnerung und macht auf Künstler aufmerksam, die von der Kunstgeschichtsschreibung noch nicht berücksichtigt wurden.

Fotos: 
Anna Maria Maiolino, Entrevidas (Between Lives), aus der Serie Fotopoemaçao, 1981, Schwarzweissfotografie, 3 Teile: je 120 x 77 cm, Sammlung Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, Foto: Henri Virgil Stahl, Reproduktion: Stefan Altenburger
Resistance Performed – Aesthetic Strategies under Repressive Regimes in Latin America, Ausstellungsansicht Migros Museum für Gegenwartskunst, Foto: Lorenzo Pusterla

 

Hauser & Wirth
Tetsumi Kudo
Bis zum 26. Februar

Alice in Wonderland: Der japanische Künstler setzte bunte Kokons, Schalentiere, Replika von Extremitäten und Pappmaché-Organe in kleine Boxen. Während seinen ersten zehn Jahren in Paris (1963 – 1972) entstand unter anderem die bedeutende, raumfüllende Installation «Garden of the Metamorphosis in the Space Capsule», die jetzt aktuell in der Galerie im Erdgeschoss zu sehen ist. Ein Eintauchen lohnt sich.

 

 

Galerie Eva Presenhuber
Verne Dawson: Mermaid Money
Bis zum 23. Januar

Noch mehr Märchen: Die Sujets in den Arbeiten von Verne Dawsons sind traditionell, voller Mythologie und märchenhaft. Man taucht ein in eine merkwürdige Parallelwelt, in der die ultramoderne Städte auf Meerjungfrauen und Lochness-Monster treffen. Merkwürdig entrückt und gleichzeitig anziehend – nur noch bis Samstag!

 

 

LUMA Westbau
89plus: “Filter Bubble”
Bis zum 14. Februar 2015

Raus aus der Seifenblase und hinein in die «Filter Bubble». Die LUMA zeigt Künstler mit Jahrgang 1989 und jünger. 1989 verhieß die Einführung des WWW, das Kommen eines offenen, grenzenlosen und objektiven Mediums zur weltweiten Wissensverbreitung und Informationssuche und damit verbunden: Der Trend der Filter Bubble, personalisierte und algorithmenbasierte Webinhalte. Wie dies die jungen Künstler von heute geprägt hat, zeigt die LUMA mit einer dichten, lebhaften Ausstellung.