This Week in Zürich #67

Wir zeigen ein letztes Mal den neuen Film „Two A.M.“ von Loretta Fahrenholz.

"Eine Clique von urbanen Hipstern spinnt in der Stadt derweil an ihren eigenen Problemen, bis schließlich einige Liebesverwirrungen auf einer Party eskalieren. Während des ganzen Films erklingt ein ominöses Dröhnen, wie die Vorahnung eines schrecklichen Ereignisses. Dazwischen sind körnige Bilder in der Ästhetik einer Überwachungskamera geschaltet. Vor dem Hintergrund von Überwachungsstaat und sich ausbreitendem Neofaschismus erscheint die gelangweilte Endzeitstimmung der Großstadthipster, ihre selbstzentrierte und neurotische Beschäftigung mit nichtigen Kränkungen als die eigentliche, die wahre Gefahr.“ (Den ganzen Artikel gibt es im Netz hier.)

Die Verknüpfung mit dem neuen Faschismus ist nicht aus der Luft gegriffen. Loretta Fahrenholz liess sich für „Two A.M.“  von Irmgard Keuns Roman Nach Mitternacht inspirieren. In dem Roman, den die deutsche Schriftstellerin 1937 im Exil in Belgien verfasste, beschreibt Keun eine politische Zeit der Umbrüche und den Aufstieg der Nationalsozialisten. Hedonismus, Drogenkonsum, Verdrängung sind angesagt. Mit Barbetrieb, Donnerstag 9.2.2017, 19:00 Uhr

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Thomas Bayrle, 10. Februar, 19.30

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Practical Fridays, 10. Februar 20:00:

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Book launch Happy Tropics 1

Die Publikation Happy Tropics 1 von Michael Schindhelm und Damian Christinger ist eine Bestandesaufnahme der sich rasch verändernden kulturellen Topografien Singapurs. Als Recherche-Projekt mit 7 Studierenden (der Zürcher Hochschule der Künste angelegt, vereinigt sie Stimmen von aussen, wie Rem Koolhaas, Jason Pomeroy oder Philip Ursprung mit jenen aus dem Inneren des Inselstaates wie Eugene Tan, Gwee Li Sui, Glen Goei oder Besnon Puah (um nur einige zu nennen) zu einem vielstimmigen, multiperspektivischen Versuch, Singapur in seiner Vielschichtig- und auch Vieldeutigkeit abzubilden.
Sie bilden den Hintergrund, vor dem die Studierenden Michelle Akanji, Claudio Bucher, Shirin Hirsiger, Angela Meier, Anika Rosen, Eirini Sourgiadaki und Petra Tomljanovic ihre Fragen stellen: Wenn das Hawker Centre ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Kultur ist, wie sieht dann dessen Zukunft aus? Was sind die Implikationen wenn sich ein Stadt-Staat als Gartenstadt entwickeln soll? Und welche Poetologien entwickeln sich in einer solch rasanten Veränderungen ausgesetzten Umgebung?
Dies sind einige der Fragen, denen das Buch nachspürt und sie diskursiv zu entwickeln versucht. Happy Tropics 1 ist demnach auch kein abgeschlossenes Unterfangen, sondern, wie der Titel ja auch schon andeutet, der Beginn einer längeren Konversation.

Book Launch Happy Tropics 1 im Corner College am Freitagabend 10.2. um 19.30 Uhr

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Julia Moritz und Bob van der Wal kuratieren Aubades. Land Art for Aliens bei WeissFalk in Basel, Eröffnung Donnerstagabend 9. Februar!