Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm, Episode 3

22.04.2015, 18:00-18:30
Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm, Episode 3
Handpuppenspiel
Week

Flavio Merlo und Ben Rosenthal sind die Träger des von der Kunsthalle Zürich und der Kadist Art Foundation bereits zum dritten Mal ausgeschriebenen Kadist – Kunsthalle Zürich Production Award. Das Preisgeld nutzten die Zürcher Künstler zur Konzeption und Realisierung von Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm, ein Handpuppenspiel rund um ein Mordkomplott für zehn Puppen und drei Bühnen, dessen dritte und vorerst letzte Episode am Mittwoch, den 22. April um 18 Uhr aufgeführt wurde.

Für die dritte Episode von Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm verlassen alle Puppen, Schauspieler/innen (Annina Machaz, Garrett Nelson) und Bühnen ihre mehr oder weniger angestammten Plätze, ihre wahren Talente in einem überschwänglichen Varietéprogramm zu entfalten. Die üble Wurstmaschine verquirlt performative Positionen, musikalische Zugaben überbieten die erzählerische Norm und auch im Armdrücken entscheidet sich der Kampf des Kataplasmas nicht.

Flavio Merlo (*1990 in Zug) studierte Kunstgeschichte an der Universität Zürich und Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet vorwiegend in den Medien Skulptur, Performance und Musik, wobei seine Werke durch das Ineinandergreifen bühnenhafter Installationen und raumgreifender Inszenierungen gekennzeichnet sind. Verschiedene Projekte entstanden in letzter Zeit in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Stefan Tcherpnin, Emmanuel Rossetti und Tobias Madison. Falvio Merlo stellte unter anderem an folgenden Orten aus: The Power Station, Dallas (2013), Supportico Lopez, Berlin (2013), Marbriers 4, Genf (2014) und der Kunstbuchmesse in Basel (2014).

Ben Rosenthal (*1990 in Zürich) studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Über die Praxis des Schreibens – einen Roman (A Perfect Lover Is The Angel I Wanna Be, 2012/13), Gedichte und Performances – generiert er intime und/oder kollektive soziale Situationen, die das Poetische in räumliche Zusammenhänge stellen. So zuletzt im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung Chora – an event around writing im Genfer Projektraum Forde (gemeinsam mit Géraldine Beck) und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Anthropomorphe Kleinskulpturen bieten Rosenthal ein weiteres Experimentierfeld für die Monstrositäten des Gefühlten und Vorgestellten.

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