Bottom Feeders - The Battle of the Cataplasm, Episode 1

20.02.2015, 17:00-17:30
Bottom Feeders - The Battle of the Cataplasm, Episode 1
Handpuppenspiel
Freier Eintritt
Englisch
Week

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Flavio Merlo und Ben Rosenthal sind die Träger des von der Kunsthalle Zürich und der Kadist Art Foundation bereits zum dritten Mal ausgeschriebenen Kadist – Kunsthalle Zürich Production Award. Das Preisgeld nutzen die Zürcher Kunstler zur Konzeption und Realisierung von Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm, ein Handpuppenspiel rund um ein Mordkomplott für zehn Puppen und drei Bühnen, das am Freitag, den 20. Februar 2015 uraufgeführt wurde.

Paul und Ted, zwei Idioten, treffen auf eine sterbende Puppe. Ein Mord, ein zweiter, ein dritter. Verdächtig wird ein Buchstabe. Denn wer die Zeichen deutet, zahlt mit dem Leben. Während der “bottom feeder” (englisch für die Fischart der Gründler, aber auch Ausdruck für „Widerling“) sich auf Kosten anderer durch ein miserables Leben schlägt, lindert das Kataplasma (der Breiwickel) offene Wunden. Aufgeführt von zwei Schauspieler/innen (Annina Machaz und Garrett Nelson), führt Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm hinein in existentielle Widersprüche, kommunikative Wirrungen und körperliche Extremzustände.

Flavio Merlo (*1990 in Zug) studierte Kunstgeschichte an der Universität Zürich und Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet vorwiegend in den Medien Skulptur, Performance und Musik, wobei seine Werke durch das Ineinandergreifen bühnenhafter Installationen und raumgreifender Inszenierungen gekennzeichnet sind. Verschiedene Projekte entstanden in letzter Zeit in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Stefan Tcherepnin, Emmanuel Rossetti und Tobias Madison. Flavio Merlo stellte unter anderem an folgenden Orten aus: The Power Station, Dallas (2013), Supportico Lopez, Berlin (2013), Marbriers 4, Genf (2014) und der Kunstbuchmesse in Basel (2014).

Ben Rosenthal (*1990 in Zürich) studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Über die Praxis des Schreibens – einen Roman (A Perfect Lover Is The Angel I Wanna Be, 2012/13), Gedichte und Performances – generiert er intime und/oder kollektive soziale Situationen, die das Poetische in räumliche Zusammenhänge stellen. So zum Beispiel in der zweitägigen Veranstaltung Chora – an event around writing im Genfer Projektraum Forde (gemeinsam mit Géraldine Beck) und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Anthropomorphe Kleinskulpturen bieten Rosenthal ein weiteres Experimentierfeld für die Monstrositäten des Gefühlten und Vorgestellten.

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