Flavio Merlo / Ben Rosenthal

21.02.2015-17.05.2015
Flavio Merlo / Ben Rosenthal
Bottom Feeders - The Battle of the Cataplasm
Week

Förderer

Flavio Merlo und Ben Rosenthal sind die Träger des von der Kunsthalle Zürich und der Kadist Art Foundation bereits zum dritten Mal ausgeschriebenen Kadist – Kunsthalle Zürich Production Award 2015. Das Preisgeld nutzten die Zürcher Künstler zur Konzeption und Realisierung von Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm, ein Puppenspiel rund um ein Mordkomplott für zehn Puppen und drei Bühnen.

Paul und Ted, zwei Idioten, treffen auf eine sterbende Puppe. Ein Mord, ein zweiter, ein dritter. Verdächtig wird ein Buchstabe. Denn wer die Zeichen deutet, zahlt mit dem seinem Leben. Während der “bottom feeder” (englisch für die Fischart der Gründler, aber auch Ausdruck für „Widerling“) sich auf Kosten anderer durch ein miserables Leben schlägt, lindert das Kataplasma (der Breiwickel) offene Wunden. Aufgeführt von zwei Schauspieler/innen, führt Bottom Feeders – The Battle of the Cataplasm in existentielle Widersprüche, kommunikative Wirrungen und körperliche Extremzustände hinein.

Flavio Merlo (*1990 in Zug) studierte Kunstgeschichte an der Universität Zürich und Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Er arbeitet vorwiegend in den Medien Skulptur, Performance und Musik, wobei seine Werke durch das Ineinandergreifen bühnenhafter Installationen und raumgreifender Inszenierungen gekennzeichnet sind. Verschiedene Projekte entstanden in letzter Zeit in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Stefan Tcherepnin, Emmanuel Rossetti und Tobias Madison. Flavio Merlo stellte unter anderem an folgenden Orten aus: The Power Station, Dallas (2013), Supportico Lopez, Berlin (2013), Marbriers 4, Genf (2014) und Kunstbuchmesse in Basel (2014).

Ben Rosenthal (*1990 in Zürich) studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. Über die Praxis des Schreibens – einen Roman (A Perfect Lover Is The Angel I Wanna Be, 2012/13), Gedichte und Performances – generiert er intime und/oder kollektive soziale Situationen, die das Poetische in räumliche Zusammenhänge stellen. So zum Beispiel im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung Chora – an event around writing im Genfer Projektraum Forde (gemeinsam mit Géraldine Beck) und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Anthropomorphe Kleinskulpturen bieten Rosenthal ein weiteres Experimentierfeld für die Monstrositäten des Gefühlten und Vorgestellten.