Free and daring! Play(grounds) as a place of identification, community, and disorder in the city

22.04.2016, 09:30-18:00
Free and daring! Play(grounds) as a place of identification, community, and disorder in the city
Frei und frech! Spiel(platz) als Ort der Identifikation, Gemeinschaft und Störung in der Stadt
50 CHF / 30 CHF Mitglieder / 15 CHF ermässigt (inkl. Ausstellungseintritt), abschliessende Podiumsdiskussion frei
Englisch
Week

Das ganztägige Symposium, welches wir anlässlich unserer aktuellen Ausstellung The Playground Project, veranstalten, vereint renommierte Gestalter/innen und Forscher/innen sowie Planer/innen und Aktivist/innen um die Bedingungen für ein autonomes, freies und wildes Spiel in der Stadt zu diskutieren und zu definieren. Was braucht es, dass wir Orte schaffen können, die Kinder herausfordern? Und welchen Beitrag muss die Gemeinschaft, die Politik, die Behörden leisten?
Das Symposium präsentiert neue Einsichten, Projekte und Erfahrungen für die Planung von kindergerechten Räumen im heutigen Umfeld. Erfahrungen aus verschiedenen Ländern wie England, Dänemark, Indien u.a. können uns dabei wertvolle Hinweise geben. Gute Spielräume brauchen Hardware und Software. Deshalb versteht sich das Symposium auch als Marktplatz, der über neue Spielinitiativen im öffentlichen Raum informiert und Kontakte zwischen Akteuren mit einem grossen Schluss-Podium ermöglicht.

Mit Gabriela Burkhalter (Ausstellungskuratorin, Basel), Marion Ebert (Aktivistin, Kinderbaustelle Biel, Biel-Bienne), Tim Gill (Aktivist, Autor, Wissenschaftler, London), Axel Fischer (Leiter Geschäftsbereich Unterhalt Grün Stadt Zürich), Sven Goebel (Bereichsleiter Freiraum und Partizipation, Pro Juventute, Zürich) & Petra Stocker (Projektkoordinatorin Spiel- und Sozialraum, Pro Juventute, Zürich), Karl Guyer (Leiter GZ Wipkingen, Zürich), Alberto Nanclares da Veiga & Manuel Polanco Pérez-Llantada (basurama, Künstlerkollektiv, Madrid), Helle Nebelong (Landschaftsarchitektin, Kopenhagen), Samuel Roth (Leiter Offene Jugenarbeit Wattwil und Projektleiter Kinderbaustelle Wattwil), Sreejata Roy (Künstlerin / Pädagogin, Delhi), Xavier de la Salle (Group Ludic, Künstlerkollektiv, Frankreich) und abschliessendem Apero unterstützt von Pro Juventute

Anmeldung: Julia Moritz, 

Programm   

09:30 Einlass, Willkommenskaffee
10:00 Daniel Baumann, Direktor Kunsthalle Zürich, Begrüssung
10:15 Gabriela Burkhalter, Einführung: The Playground Project
10:30 Tim Gill, Eröffnungsvortrag: If playgrounds are the answer, then what is the question? (Engl.)
11:15 Xavier de la Salle, Vortrag: Group Ludic – Was können wir heute davon lernen? (Frz.)
11:45 Axel Fischer, Präsentation: Neue Bedürfnisse und Tendenzen in der Spielplatzplanung in Zürich (Dt.)
12:15 Exkursion/Zmittag: Spielplatz GZ Wipkingen, mit Karl Guyer, Einführung (Dt.)
13:30 Helle Nebelong, Vortrag: Children’s Landscapes – Perspectives from Denmark (Engl.)
14:15 Marion Ebert, Präsentation: Kinderbaustelle Biel (Dt.)
14:45 Sven Goebel & Petra Stocker, Präsentation: Pro Juventute (Dt.)
15:30 Kaffeepause
15:45 Alberto Nanclares da Veiga & Manuel Polanco Pérez-Llantada, Präsentation: Basurama (Engl.)
16:15 Sreejata Roy, Präsentation: Dialogue (Engl.)
16:45 Podiumsdiskussion aller Beteiligten sowie mit Samuel Roth (Projektleiter der Kinderbaustelle Wattwil), moderiert von Daniel Baumann & Gabriela Burkhalter
17:45 Apéro, gesponsert von Pro Juventute

Gabriela Burkhalter ist Politologin und Raumplanerin, sie lebt in Basel. Seit 2008 baut sie ein umfassendes Online-Archiv zur Geschichte des Spielatzes auf: www.architekturfuerkinder.ch. Sie kuratierte The Playground Project im Rahmen der 2013 Carnegie International, Carnegie Museum of Art, Pittsburgh und 2014 die Ausstellung Architektur für Kinder – Zürichs Spielplätze für gta exhibitions, ETH Zürich. 2014 übertrug ihr Group Ludic ihr Archiv zur Bewahrung und Aufarbeitung. 2015 erhielt das Projekt Group Ludic’s Visionary Urban Landscapes, 1968-1979 ein Stipendium der Graham Foundation Chicago. Die von Burkhalter kuratierte umfassende Präsentation des Playground Project in der Kunsthalle Zürich zeigt eine Vielzahl von Initiativen, Pionierprojekten und Abenteuern so wie drei Spielplätze zum toben, verstecken und klettern in den Ausstellungsräumen. Burkhalter ist auch Herausgeberin des umfassenden Katalogs zur Ausstellung. Das Symposium Frei und frech! Spiel(platz) als Ort der Identifikation, Gemeinschaft und Störung in der Stadt wird von ihr ko-konzipiert und -moderiert und mit einer Einführung eröffnet.

Marion Ebert ist Initiantin und Projektleiterin der Kinderbaustelle Biel. Von den Frühlingsferien bis zu den Herbstferien wird ein Stück Brachland am Rande einer Grossbaustelle im Herzen des Siedlungsraumes der Stadt Biel von Kindern frei nach ihren Vorstellungen und Wünschen erforscht und bebaut. Fantasie, Gestaltung, Technikverständnis, Teamarbeit, Selbstbestimmung, Bewegung, Naturerlebenis und Elternaustausch werden in diesem kostenlosen, partizipativen Ferien- und Freizeitangebot gezielt gefördert. Das Projekt geht dieses Jahr in Biel in die zweite Saison. Marion Ebert ist diplomierte Kunstpädagogin und ausgebildete Schreinerin. Sie initiierte und leitete bereits die Kinderbaustelle Aarau (2008), die Modell für das Bieler Projekt steht. Ebert verwirklichte ausserdem zahlreiche Gestaltungs- und Schreinerarbeiten (z.B. Bibliothek im Zirkuswagen, Aarau 2008) sowie Bühnenbauprojekte und Spielgerätebau. Für dieses Symposium bereitet sie eine Präsentation der Kinderbaustelle Biel vor, die auch breiteren Fragen nach Stadtbelebung durch mobile Spielplätze nachgeht. www.kinderbaustelle.ch

Axel Fischer ist Leiter des Geschäftsbereichs Unterhalt von Grün Stadt Zürich, der Abteilung der Stadt Zürich (Departement Tiefbau und Entsorgung), die den öffentlichen Grünraum der Stadt pflegt, gestaltet und bewirtschaftet. Mit rund 250 Mitarbeitenden betreut Fischer 750 Hektar Parks und Anlagen, 22’000 Strassenbäume, Bachläufe und -ufer, 20 Friedhöfe mit 59'000 Gräbern, rund 30 Sportanlagen mit über 100 Sportfeldern, Badeanlagen – und 150 öffentliche Spielplätze sowie 350 Spielplätze in Schulen, Kindergärten und städtischen Horten. Die naturnahe und umweltschonende Bewirtschaftung ist ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit, die sich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit und dem Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt richtet. Axel Fischer ist ausgebildeter Landschaftsgärtner, Gartenbautechniker und diplomierter Betriebswirtschafter. Vor seiner Tätigkeit für Grün Stadt Zürich war er bis 2000 Leiter des Unterhalt für den Friedhof Hörnli in Basel und bis 2008 Leiter der Abfallentsorgung der Stadt Basel. Die abschliessende Podiumsdiskussion dieser Konferenz wird er mit seiner umfassenden Arbeitserfahrung und Einschätzung der aktuellen Situation des Spielplatzes in Zürich bereichern. www.stadt-zuerich.ch/gsz

Tim Gill ist einer der führenden Fachleute für Kindheitsfragen in Grossbritannien und einflussreicher Verfechter für den positiven Wandel im Alltag von Kindern. Seit über 20 Jahren konzentrieren sich seine Forschung, seine Texte, seine Beratertätigkeit und seine weitere Arbeit auf die Veränderungen in den Vorstellungen von Kindheit, Kinderspiel und Freizeit sowie die sich entwickelnden Beziehungen dessen zu den umgebenden Menschen und Orten. Gill verfasste No Fear: Growing up in a risk averse society (2007) und ist Ko-Autor eines wichtigen britischen Ratgebers zum Umgang mit Risiko im Spiel. Er ist weiterhin im Expertenkomitee für gebaute Umwelt des britischen Design Council und hielt weltweit zahlreiche Vorträge sowie TV- und Radioansprachen zum Thema. Zwischen 1997 und 2004 war er Direktor des Children’s Play Council (heute: Play England). Dieses Symposium wird er mit einem Einführungsvortrag zur Geschichte und Entwicklung von Spielplätzen eröffnen und das Verhältnis von Kindheitsvorstellungen zu den Orten für Kinder (und den Ansprüchen an diese) in den Gemeinschaften, in denen sie leben, darstellen. www.rethinkingchildhood.com

Sven Goebel leitet bei Pro Juventute den 2015 geschaffenen Bereich „Freiraum & Partizipation“, innerhalb dessen die Stiftung mit der aktuellen Mobilisierungs- und Sensibilisierungskampagne „Freiräume für Kinder“ an eine langjährige Tradition anknüpft, die in den 1950er Jahren mit den Robinson-Spielplätzen und der Spielplatzberatung in der Schweiz begann. Goebel beschäftigt sich seit vielen Jahren privat und beruflich intensiv mit den Themen Gesundheit und Bewegung. Petra Stocker koordiniert im Bereich „Freiraum & Partizipation“ Spielraum- und Spielkulturprojekte. Sie ist seit acht Jahren in der offenen Arbeit mit Kindern tätig – ihre Schwerpunkte liegen auf Projekten in den Themenbereichen Räume bespielen und Spielräume gestalten. Die 1912 gegründete Stiftung Pro Juventute setzt sich dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien in ihrem Alltag unterstützt und gefördert werden und in der Not rasch kompetente Unterstützung erhalten. Auch macht sich Pro Juventute für die Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz stark und engagiert sich für verbesserte Rahmenbedingungen für Familien in unserem Land. Die Stiftung ist politisch, ideologisch und konfessionell unabhängig und finanziert sich massgeblich durch Spendengelder aus der Bevölkerung und Zuwendungen aus der Wirtschaft. Im Rahmen dieses Symposiums werden sich Sven Goebel und Petra Stocker gemeinsam mit den Teilnehmer/innen auf eine Reise in die persönliche Spielvergangenheit begeben um eine Brücke zu schlagen zur heutigen Situation der Freiräume für Kinder in der Schweiz und anschliessend die Bedeutung des kindlichen Spiels für eine gesunde Entwicklung von Kindern zu erörtern. www.projuventute.ch

Karl Guyer ist in der Betriebsleitung des Gemeinschaftszentrums (GZ) Wipkingen zuständig für dessen Bildungs- und Kulturbereich. Das GZ Wipkingen ist, als einer der 17 Betriebe der Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren, eine soziokulturelle Einrichtung für die Bewohnerinnen und Bewohner von Zürich. Die GZ investieren im Auftrag der Stadt in Kultur und Bildung und schaffen Freiräume für Austausch und Begegnung. Sie fördern die gesellschaftliche Teilhabe, Chancengleichheit und Integration aller Bevölkerungsgruppen, initiieren Entwicklungsprojekte in den Quartieren und stellen Infrastruktur zur selbstständigen Nutzung zur Verfügung. Karl Guyer ist ausgebildeter Primarlehrer, Eltern- und Erwachsenenbildner sowie Aussendozent an der ZHAW Soziale Arbeit. Seit 25 Jahren in der Soziokultur tätig, kennt er die Bedeutung der Spielplätze als Orte für Musse, Erholung, Begegnung, Vernetzung und für soziokulturelle Aktivitäten. Anlässlich dieses Symposiums wird Guyer im Rahmen einer kleinen Mittagsexkursion mit Picknick in die Bedeutung des „ersten Robinsonspielplatz der Welt“ einführen, aus dem das GZ Wipkingen einst hervorgegangen war: Die Spielplätze auf dem Areal haben in seiner gut sechzigjährigen Geschichte immer eine grosse Rolle gespielt und auch der gegenwärtige Seilspielplatz „Märliwald“ wird jährlich von rund 80'000 Personen besucht. www.gz-zh.ch/wipkingen

Alberto Nanclares da Veiga und Manuel Polanco Pérez-Llantada sind Mitglieder der Künstlergruppe Basurama, die ihren Hauptsitz in Madrid und Nebenbüros in Brasilien und Bilbao hat. Ihre Arbeit umfasst künstlerische Forschung sowie kulturelle umweltpolitische Produktion. Dabei konzentriert sich die Praxis von Basurama auf Überlegungen zu Abfall, Verschwendung und Wiederverwertung in all ihren Formen und möglichen Bedeutungen. Das Kollektiv gründete sich im Jahr 2001 an der Madrider Architekturhochschule (ETSAM) und hat sich seitdem in neuen Formationen weiterentwickelt. Ihr Anliegen ist es, die Phänomene der massiven Produktion von realem und virtuellem Müll in Konsumgesellschaften zu untersuchen, um unterschiedliche Perspektiven auf diejenigen Subjekte zu bieten, die neue Ideen und Einstellungen entwickeln können. Neben den bildenden Künsten in allen Formaten entwickelt Basurama vielfältige Workshops, Gesprächsrunden, Konzerte, Screenings und Publikationen – in bereits über 100 Projekten auf vier Kontinenten. www.basurama.org

Helle Nebelong ist eine Dänische Landschaftsarchitektin und hat einen Master in öffentlicher Verwaltung mit einem Schwerpunkt auf Räumen für Kinder und wie städtischer Raum dem täglichen Leben besser angepasst werden kann – Orte, an denen das Wohlbefinden und die Kreativität von Menschen durch die spontane Begegnung von Natur, Kultur und Architektur zu Stande kommt. Nebelong zählt zu den Pionierinnen der Naturspielplatzbewegung, die sich für die Verwendung von lokalen Materialien vor Ort einsetzt. Sie ist international bekannt für ihre spezielle Philosophie, wie sie sie in zahlreichen Vorträgen, Publikationen und Spielraumentwürfen (z.B. The Garden of Senses und Nature Playground in Kopenhagen) vertritt. Für über 10 Jahre war Nebelong Leiterin der technischen und administrativen Initiative City for All – Improving the Accessibility of the Urban Spaces in Copenhagen der Stadt Kopenhagen (1994-2006). Zwischen 2004 und 2014 war sie Präsidentin der Dänischen Spielplatz Vereinigung. Seit 2007 ist sie Mitglied des Nature Action Collaborative for Children Leadership Team, welches Europa in Fragen des Designs und der der Planung vertritt. Im Rahmen dieses Symposiums wird sie über die Bewältigung von Herausforderungen und über Potenziale im Bereich natürlicher städtischer Spielräume für Kinder und Familien sprechen und nachhaltige Lösungsmöglichkeiten diskutieren. www.hellenebelong.com

Samuel Roth übernahm im Sommer 2010 die Leitung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Wattwil und schloss 2011 das Bachelorstudium in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule St. Gallen ab. Zusammen mit weiteren Engagierten rund um das Thema Kinderbetreuung und Freizeitgestaltung initiierte er im Jahr 2012 die Offene Kinderbaustelle Wattwil als Pilotprojekt. Diese Pilotphase verlief so erfolgreich, dass die Jugendkommission Wattwil beschloss das Projekt unter der Leitung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weiterzuführen und nachhaltig zu gestalten. Die Offene Kinderbaustelle Wattwil schafft im Zentrum von Wattwil, jeweils von Mai bis September einen Platz, auf dem Kinder frei nach ihren Ideen und Wünschen, ihrem Wissen und Können, hoch und tief bauen dürfen. Dabei lernen Kinder sich im Freien handwerklich und kreativ zu betätigen, alleine oder gemeinsam, beziehen ihre Umwelt in ihr Handeln mit ein und fördern dabei ihre taktilen- sozialen- und motorischen Fähigkeiten. Das Angebot soll für Eltern und Kinder möglichst partizipativ und niederschwellig gestaltet sein und ist daher kostenlos. Weiter engagiert sich Samuel Roth im Verein TEO ­– Netzwerk Jugendarbeit, welcher sich für eine aktive Freizeitgestaltung nachhaltige Angebote für Jugendliche im Toggenburg einsetzt. www.kinderbaustelle-wattwil.blogspot.ch, www.netzwerk-jugendarbeit.ch

Sreejata Roys künstlerische Praxis beinhaltet seit etwa 2007 die Arbeit mit jungen Menschen. Dabei bedient sie sich unterschiedlicher künstlerischer Formen um die verschiedenen Vorstellungen von öffentlichem Raum in den einkommensschwachen Siedlungen in Neu Delhi zu verbinden. Roy hat an der Coventry School of Art and Design graduiert. Ihre Arbeit wurde mit dem Public Art Grant des FICA ausgezeichnet; so konnte sie die Umgestaltung eines Nachbarschaftsparks in einer der einkommensschwachen Siedlungen Neu Delhis fertig stellen. Das Parkprojekt wurde ausserdem für die finalen Nominierungen des International Public Art Award 2015 gelistet. Roy realisierte auch national in Indien sowie in den UK Projekte mit Gemeinschaften und öffentlichen Räumen. Zur Zeit arbeitet sie an einem jahrlangen Projekt in Khirkee, einem urbanen Dorf, in dem sie Vorstellungen von Frauen im öffentlichen Raum untersucht. Diese Fragen beschäftigen sie auch in einer Initiative mit obdachlosen Frauen in einer Zufluchtsstelle in Jama Masjid, unterstützt von Art Reach, New Delhi. Roy erhielt weitere renommierte Auszeichnungen und Stipendien in Indien und international und nahm an zahlreichen Ausstellungen, Residencies und Workshops teil.

Xavier de la Salle diente von 1954 bis 1958 als Schiffsjunge und Matrose in der Handelsmarine und drei weitere Jahre im Militärdienst der französischen Marine. Nach dem Baccalauréat begann er das Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Université de Bordeaux. Er stellte erste Zeichnungen und Aquarelle aus. Nach Abschluss des Studiums zog er 1964 nach Paris; er arbeitete neben seiner Tätigkeit als Maler und Bildhauer als Presseassistent bei der Europäischen Gemeinschaft (EG) und assistierte Künstlern wie den Brüdern Baschet oder Joël Stein. 1967 gründete er zusammen mit David Roditi und Simon Koszel Group Ludic. 1975 bis 1979 führte er Group Ludic alleine weiter. Gleichzeitig schrieb er seine Dissertation zur Planung der städtischen öffentlichen Räume an der Universität Paris 8 Vincennes. Von 1973 bis 2001 war er Professor für Design, Umwelt und Urbanismus an der École d’Architecture de Paris La Défense. Von 1979 bis 1985 führte er Interventionen in Problemquartieren in den Pariser Banlieues durch und veröffentlichte in dieser Zeit Espace de jeux, espace de vie (Bordas, Paris 1982). Bis 2000 bearbeitete er Aufträge in Raumplanung und Regionalwirtschaft und widmete sich seiner künstlerischen Tätigkeit. Nach der Übersiedelung in den Südosten Frankreichs ist er hauptsächlich als Maler und Bildhauer tätig und ist als Kommunalpolitiker aktiv.

 

 

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