The Playground Project

20.02.2016-16.05.2016
The Playground Project
Deutsch
Week

Kunsthalle Zürich
Limmatstrasse 270
CH-8005 Zürich

Tel: +41 (0) 44 272 15 15
Fax: +41 (0) 44 272 18 88

info@kunsthallezurich.ch

Förderer

Pressestimmen deutsch: Gabriele Detterer in Neue Zürcher Zeitung    Kristin Schmidt in Saiten    Dietrich Roeschmann in Badische Zeitung    Florian Niedermann in Der Landbote    Friederike Meyer in Hochparterre   Allison Meier auf Hyperallergic  //  Englisch: The Guardian   Maisie Rowe in Landscape magazine    Karen Archey in Frieze Art Magazine   By a Blogger   /  Französisch: Elisabeth Chardon in Le Temps    Christophe Catsaros in Traces

Auf über 1000 m2 zeigen wir im Frühjahr 2016, dass der Spielplatz, diese Nische in unseren Städten, ein subversiver Ort sein kann, ein Experimentierfeld im öffentlichen Raum für Kunst und Gesellschaft und eine Reibungsfläche für Erwachsene, Eltern und Kinder. Wir installieren Spielskulpturen für Kinder, führen in Filmen, Fotografien und Objekten durch über 100 Jahre Spielplatz und fragen, wo wir heute stehen. Und wir zeigen, was jenseits vom Standard alles möglich ist.

Wir haben auch Spielplätze für Kinder! Da gibt es den Lozziwurm, eine Seil-Atelier, einen grossen Zeichnungs- und Basteltisch und lange Seile zum Schwingen.

Informationen zu den Eintrittspreisen finden Sie hier.

Mehr Bilder und Impressionen finden Sie hier.

Der Spielplatz ist ein Nebenprodukt der industrialisierten Stadt des 20. Jahrhunderts. In ihm kondensieren sich wie kaum anderswo Vorstellungen zu Erziehung und Kindheit, zu Stadtplanung und öffentlicher Raum, zu Architektur und Kunst und zu Kreativität und Kontrolle. Dabei entzieht sich der Spielplatz immer wieder der institutionellen und ideologischen Vereinnahmung und treibt seine eigenen, zuweilen anarchischen Blüten. Dieses Nebeneinander von unterschiedlichen Erwartungen, momentanen Errungen-schaften und abenteuerlichen Vorstellungen macht den Spielplatz überhaupt erst aus.

Erstmals überhaupt illustriert die von Gabriela Burkhalter kuratierte Ausstellung anhand von herausragenden Gestaltern die wichtigsten Momente in der Geschichte des Spielplatzes. Projekte von Künstlerinnen, Gestaltern, Aktivistinnen und Architekten werden in zahlreichen Bildern, Filmen, Plänen und Modellen gezeigt. Bekanntere Figuren wie Aldo van Eyck, Isamu Noguchi oder Palle Nielsen treffen auf vergessene und wiederentdeckte Pioniere wie Joseph Brown, Richard Dattner, Group Ludic, Riccardo Dalisi, Joseph Schagerl und vielen anderen. Dabei werden, so die These von Ausstellung und Katalog, vier grosse Momente der Veränderung erkennbar. Anfangs des 20. Jahrhunderts holten Sozialreformer das Kind von der Strasse auf den Spielplatz. 1930 kam die Idee auf, dass Kinder weniger auf Spielgeräten als mit natürlichen Materialien spielen sollten. 1960, im Jahrzehnt des Do-It-yourself, bauten Eltern, Kinder und Nachbarschaftsgruppen die Plätze selbst. Die 1980er Jahren kündigte sich mit dem Ende der gesellschaftlichen Utopien und dem Anfang der Regulierung eine Krise der Spielplatzgestaltung an.

Mit Marjory Allen (Lady Allen of Hurtwood), Joseph Brown, Waldemar Cordeiro, Riccardo Dalisi, Richard Dattner, Aldo van Eyck, M. Paul Friedberg, Michael Grossert, Cornelia Hahn Oberlander, Alfred Ledermann, Bernhard Luginbühl, Yvan Pestalozzi, Group Ludic, Egon Møller-Nielsen, Palle Nielsen, Isamu Noguchi, Sreejata Roy, Niki de Saint Phalle, Josef Schagerl, Mitsuru (Man) Senda, Carl Theodor Sørensen, Alfred Trachsel und anderen.

Mit richtigen Spielplätzen für richtige Kinder! Bringt Eure Eltern! In der Kunsthalle steht der Lozziwurm, ein 1972 vom Schweizer Bildhauer Yvan Pestalozzi erfundener farbiger gewundener Wurm, zum Krabbeln, sich verstecken und einander jagen. Dazu eine von Group Ludic entworfene, beliebig erweiterbare Seil-Struktur, Seile zum Schwingen und Bojen zum Rumhängen.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog (dt./engl.), welcher die vielfältige Geschichte anhand zahlreicher Illustrationen erstmals umfangreich darstellt: The Playground Project, herausgegeben von Gabriela Burkhalter, mit Beiträgen von Daniel Baumann, Gabriela Burkhalter, Vincent Romagny, Sreejata Roy und Xavier de la Salle, deutsch / englisch, Kunsthalle Zürich / JRP|Ringier 2016.

The Playground Project ist kuratiert von Gabriela Burkhalter, Schweizer Stadtplanerin, in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Zürich. The Playground Project war 2013 Teil der 2013 Carnegie International in Pittsburgh.

Gabriela Burkhalter ist Politologin und Raumplanerin, sie lebt in Basel.

Seit 2008 baut sie ein umfassendes Online-Archiv zur Geschichte des Spielplatzes auf: www.architekturfuerkinder.ch. Sie kuratierte The Playground Project im Rahmen der 2013 Carnegie International, Carnegie Museum of Art, Pittsburgh und 2014 die Ausstellung Architektur für Kinder – Zürichs Spielplätze für gta exhibitions, ETH Zürich. 2014 übertrug ihr Group Ludic ihr Archiv zur Bewahrung und Aufarbeitung. 2015 erhielt das Projekt Group Ludic’s Visionary Urban Landscapes, 1968–1979 ein Stipendium der Graham Foundation Chicago.

 

Januar

11 Mo

Februar

08 Mo

März

28 Mo

April

22 Fr

  • 09:30-18:00
    Frei und frech! Spiel(platz) als Ort der Identifikation, Gemeinschaft und Störung in der Stadt
Mai

12 Do

15 So

16 Mo