Readings: Robert Glück & Steven Zultanski

09.05.2019, 20:00
Readings: Robert Glück & Steven Zultanski
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ROBERT GLÜCK

Robert Glück (*1947, Cleveland, OH) gilt gemeinsam mit Bruce Boone und Steve Abbott als Gründer von «New Narrative», einer literarische Bewegung in San Francisco, die sich Ende der 1970er Jahre im Dialog sah mit Language Poetry und anderen autonomen lyrischen Strömungen der Zeit. New Narrative beförderte selbstreflexive lyrische Stimmen, das Changieren zwischen Theorie und Fiktion und zwischen autobiografischem und konzeptuellem Schreiben, und nahm vieles vorweg, was in zeitgenössischer Autofiktion verhandelt wird. Autor*innen wie Kevin Killian, Dodie Bellamy, und Camille Roy zählen ebenso zu New Narrative wie Chris Kraus, Kathy Acker, Dennis Cooper und Gary Indiana. 

Robert Glück war Direktor des San Francisco State University Poetry Center und Co-Direktor des Small Press Traffic Literary Center. Er ist Autor von zwölf Büchern; zwei davon Romane – Margery Kempe (1994) und Jack the Modernist (1985) –, zwei Sammlungen von Kurzgeschichten; ebenso von Gedichtbänden wie Reader (1989), In Commemoration of the Visit (with Kathleen Fraser, 2016) und Communal Nude: Collected Essays (2016). In diesem Jahr wird Margery Kempe von New York Review of Books Classics neu herausgegeben. Robert lebt «hoch oben auf dem Berg» in San Francisco.

 

STEVEN ZULTANSKI

Steven Zultanski (*1981, Trenton, NJ) ist Autor mehrerer Gedichtbände, u.a. On the Literary Means of Representing the Powerful as Powerless (2018) und der Trilogie Agony (2012), Bribery (2014), Honestly (2018). Die Trilogie erkundet die Grenzen des subjektiven bzw. konfessionellen lyrischen Ichs; wo Kommunikation und Dialog begrenzt werden von ökonomischen und psychologischen Bedingungen und wo sich autobiografisches Schreiben gegen sich selbst richtet; wo Selbst-Erhöhung zur Selbst-Auslöschung wird. Als Kritiker schreibt Zultanski für Art in America, Frieze, the Los Angeles Review of Books, und Mousse Magazine. Er lebt und arbeitet in Kopenhagen.

«We were thinking about autobiography; by autobiography we meant daydreams, nightdreams, the act of writing, the relationship to the reader, the meeting of flesh and culture, the self as collaboration, the self as disintegration, the gaps, inconsistencies and distortions, the enjambments of power, family, history and language.» - Robert Glück

 

Organisiert von dem in Zürich lebenden Künstler und Kurator Mohamed Almusibli.

 

Von März bis Mai 2019 organisieren Kathrin Bentele und Matthew Hanson – und Gäste – eine Serie von Events mit Screenings, Readings und Talks. Mehr Infos fortlaufend hier – please join us!

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