Screening: Tony Cokes, Dara Birnbaum, Branda Miller

10.04.2019, 20:00
Screening: Tony Cokes, Dara Birnbaum, Branda Miller
Englisch
Week

Body: 

Tony Cokes, Black Celebration, 1988, 17:11 min

Tony Cokes, Ad Vice, 1999, 6:36 min

Branda Miller, I Want Some Insecticide, 1986, 3:53 min

Dara Birnbaum, Kiss The Girls: Make Them Cry, 1979, 6:50 min

Dara Birnbaum, Remy/Grand Central: Trains and Boats and Planes, 1980, 4:18 min

Tony Cokes, Face Value, 2015, 14:05 min

Das Screening bringt drei Künstler*innen zusammen, deren Werk sich seit den 1970er und 1980er Jahren auf unterschiedliche Weise mit der visuellen und auditiven Syntax amerikanischer Medien beschäftigt und deren bestimmendem Einfluss auf Macht, Konsumerismus und kultureller Repräsentation in den USA.

Durch vielfache Entkopplungen von Sound, Wort und Bild führen die Videoarbeiten von Tony Cokes (*1956) mediale Über-Repräsentation an einen Punkt von Nicht-Visibilität. Sie setzen sich oft zusammen aus Found Footage, vermischt mit appropriierten Texten und überlagert von vermeintlich zusammenhangslosem Indie-Rock, Industrial, und generischem Pop. Isolierte Zitate aus kritischer Theorie (was üblicherweise als idiosynkratische Praxis verstanden wird) verbinden sich mit Musik (eine kollektive Praxis) zu heterogenen Anmerkungen über die Rhetorik von (über Hautfarbe eingeschriebene) Macht und beschreiben eine „Kultur der Kritik“, die konstant an den Prozessen von Wertdistribution partizipiert, über die sich diese Macht bestimmt.

Dara Birnbaums (*1946) Arbeiten basieren oft auf Fragmenten aus Game Shows, TV-Serien und Krimidramas und arbeiten die stereotypischen Gesten von Macht und Unterwerfung heraus, von Selbst-Vermarktung und Verbergung, von männlichen und weiblichen Egos.

Branda Miller (*1952) benutzt Video als experimentelles und pädagogisches Medium; sie hat oft mit Jugendgruppen und lokalen Gemeinschaften gearbeitet, um eine Serie von Videos zu kreieren, die soziale Themen und Diversität thematisieren – der Produktionsprozess selbst wird zum Ort der kritischen medialen Auseinandersetzung und von Medienkompetenz. Ihre experimentelle Arbeit, die oft auf Archivmaterial, Stop Motion und Collage aufbaut, behandelt unter anderem Science Fiction, die aus dem Ruder läuft.

Organisiert von Kathrin Bentele und Matthew Hanson.

Von März bis Mai 2019 organisieren Kathrin Bentele und Matthew Hanson eine Serie von Events mit Screenings, Readings und Talks. Mehr Infos fortlaufend hier – please join us!

Grosszügig unterstützt von:

März

07 Do

21 Do