Symposium: On Looking IV, The Moving Image

22.06.2017-24.06.2017
Symposium: On Looking IV, The Moving Image
Photographic Views in Contemporary Art
Deutsch
Week

Organisiert von Kathrin Beer (etc – expanding the contemporary) & Kunsthalle Zürich

Im schwarzescafé by LUMA Westbau

Mit Beiträgen von: Prof Dr. Helen Westgeest (Leiden University), Dr. Nanni Baltzer (Universität Zürich ), Prof. Dr. Malin Hedlin Hayden (Stockholm University), Prof Dr. Alexander Streitberger, (Université Catholique de Louvainté), Dr. Dora Imhof (ETH Zürich), Gerrie van Noord, Birkbeck (University of London), Dr. Andy Blätter (Schaulager Basel), Prof. Dr. Yvonne Spielmann (Berlin) und Simon Lamunière (Genf)

Künstler: Hans Op de Beeck, Peter Downsbrough und Pedro Barateiro

 

„All art is experimental or it isn’t art. Art is research“
Gene Youngblood

Der fotografische Moment zwischen „narrativity and stasis“ (George Baker 2008) stand im Zentrum der Betrachtung des Symposiums ON LOOKING III, Transformations of the Moment | The Photographic View in Contemporary Art (2015). Rosalind Krauss’ Begriff des „expanded field“ wurde auf das Medium der Fotografie transferiert, ein spannender Diskurs entstand und eröffnete ganz neue Aspekte, die nicht nur auf den einzelnen, eingefrorenen Moment fokussierten, sondern den Blick weiteten auf die Beziehung des still image zur Serie und zum moving image.

Das Symposium ON LOOKING IV, The Moving Image | Photographic Views in Contemporary Art (2017) nimmt diese Dynamik auf, knüpft inhaltlich daran an und stellt die Video Kunst ins Zentrum der Diskussion. Im Mittelpunkt der interdisziplinären Tagung steht die Suche nach dem bewegten Bild, dem „projected image“ (Rosalinde Krauss 1976), dem „reflexiven Medium" (Yvonne Spielmann 2005) und photographic views in contemporary art. Die Frage nach der Beziehung zwischen still- und moving image im künstlerischen Videofilm steht ebenso im Raum, wie die nach den Schaffensprozessen und den konzeptuellen Strategien von Künstlerinnen und Künstlern. Es soll deutlich werden, wie die KünstlerInnen den fotografischen Blick, ‚photographic views in contemporary art’ definieren und in welchem Verhältnis der fotografische Moment zum moving image, zum Video steht. Darüber hinaus werden die technischen, stilistischen, ja inhaltlichen Veränderungen der letzten Jahre thematisiert, die der Übergang vom analogen zum digitalen Bild mit sich gebracht hat.

 

„What makes the work interesting is if you choose the right questions. 
Then, as you proceed, the answers are what’s interesting.”
Bruce Nauman

Bruce Naumans Forderung nach den ‚richtigen Fragen’ folgend werden internationale Expertinnen und Experten ‚the moving image’ vertiefend betrachten und gleichzeitig eröffnen Künstlergespräche mit Hans Op de Beck, Peter Downsbrough und Pedro Barateiro ein Forum, auf dem aktuelle Positionen zeitgenössischer Kunst und photographic views vorgestellt und ästhetische, theoretische und historisch signifikante Aspekte sowohl aus dem Blickwinkel der bildenden Kunst als auch hinsichtlich der Entwicklung von Prozesshaftigkeit und Materialität künstlerischer Praktiken diskutiert werden können.

2011 wurde das Forschungsprojekt etc | expanding the contemporary initiiert – eine akademisch-wissenschaftliche wie künstlerische und praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem komplexen Themengebiet der Fine Art Edition (Druckgrafik, Fotografie, Video Kunst, Film, Künstler-Buch, Multiples bis hin zur Performance Art) mit besonderem Fokus auf der Gegenwarts- und zeitgenössischen Kunst. Eines der Foren von etc ist die, in Kooperation mit der Kunsthalle Zürich durchgeführte, Symposiumsreihe ON LOOKING - eine interdisziplinäre Plattform, die den Austausch, Dialog und die Interaktion von Wissenschaftlern, Kuratoren, Künstlern und Praktikern auf internationaler Ebene ermöglicht und fördert. Das Symposium bietet Raum für aktuelle Fragestellungen, Überlegungen und Diskussionen – Artist Research, kuratorische Kriterien, kunsttheoretische und ästhetische Aspekte und Bildmedien sind nur einige interessante Stichworte, die es zu beleuchteten gilt. Klare Positionierungen sollen formuliert und tradierte Definitionen, Bedeutungszuschreibungen und Kanonbildungen neu diskutiert werden, um in der Begegnung von künstlerischer Praxis und Wissenschaft neue Wege zu suchen und zu definieren.