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Blog – Kunsthalle Zürich

15.10.2020

Excerpt from an Interior Anatomy Fantasy by Mirjam Jamuna Zweifel

The tongue becomes transparent, porous – small glowing particles become visible. These glowing bodies emit a moist heat.
The surface of the tongue is pleasantly rough and licks gently on the inside of the teeth.
The oral cavity with its transparent tongue expands into the whole body, it moves into the skull, from there into the spinal cord, and brings oxygen to the vertebrae. The tongue licks on the vertebrae. The vertebrae become soft and mobile, gliding and rocking like sleeping fish in stagnant water. Their fins, fine-linked muscle fibers, embrace free-floating blood cells.

 

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15.10.2020

Reading Rämistrasse #20: Clifford E. Bruckmann zu Housewarming bei Im Grafenhag

Selten erhalte ich die Gelegenheit, neu entstehende Projekte, die ausserhalb der gewohnten Räume und mit den bekannten Akteur*innen stattfinden, von Beginn weg zu verfolgen. Umso aufregender war meine Begegnung mit der Veranstaltung Housewarming eines kuratorischen Kollektivs unter dem temporären Namen «Im Grafenhag». Das Kollektiv besteht aus Jamira Estrada, Julia Hegi, Antonia Truninger und Sophia Lara Nimue Schweizer, welche solch diverse Hintergründe wie Kunst- und Architekturgeschichte, Film, Linguistik, Philosophie und Musik vereinen. Ein breites Spektrum, welches Raum für Wissen und Verhandlung bietet – Raum, der sich in der Anlage des Projekts bemerkbar macht. Im Grafenhag (imagine a house) ist ihr temporäres Projekt, welches ab September 2020 rund ein halbes Jahr Bestand haben wird.

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07.10.2020

Reading Rämistrasse #19: Jörg Scheller zu Landschaften im Kunsthaus Zürich

Zugegeben, es gibt Kunstausstellungen, die auf den ersten Blick sexyer sind als solche der neuzeitlichen Landschaftsmalerei. Monochromer Vedutenschleim, Schäferstündchen im Rauschewald, die Heilige Familie merkwürdig gechillt beim Picknick – seriously? Aber vielleicht kann ja gerade das angestaubte Genre der Landschaft den Blick schärfen für die Sensation des Unspektakulären und die futurologische Doppelbödigkeit des Überkommenen. Im Kunsthaus Zürich gibt's dazu reichlich Gelegenheit. Die nüchtern betitelte Ausstellung «Landschaften» spannt einen Bogen von mittelalterlicher Sakralkunst über neuzeitlich-holländische Flachlandschaften bis hin zu sparsam dosierten modernen und postmodernen Experimenten (Cy Twombly, Goethe in Italy (Scence II), 1978).

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17.09.2020

Reading Rämistrasse #16: Giulia Bernardi zu Intimate Estrangement im Mikro

Sollen wir da rein? In diesen violett ausgeleuchteten, mit Rasen ausgelegten Raum, der wie ein sonderliches Gewächshaus oder ein dystopisches Labor aussieht? Neonröhren, ein schwerer, zerfetzter Vorhang aus Silikon; Objekte aus demselben Material, die irgendwie an Tiere, aber irgendwie auch an Pflanzen erinnern, nehmen den Raum mit ihren tentakelartigen Extremitäten ein. Sollen wir da wirklich rein?

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11.09.2020

Reading Rämistrasse #15: Jörg Scheller zu Charles Benjamin bei Windhager von Kaenel

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und bewusst geschürter Kulturkämpfe ist Kunst vermehrt dazu angehalten, sich über Dringlichkeits- und Relevanznachweise zu legitimieren. Nur Kunst, die sich positioniert und solidarisiert, die sich abgrenzt und bekennt, die hilft und heilt und verbessert und voranbringt, ist Kunst, die an der Zeit ist! Dabei könnte man die Sache auch ganz anders sehen. Gerade in einer Zeit, in welcher der heilige Ernst fröhlich Urständ feiert und sich so mancherorts die Fronten verhärten, bedarf es einer Kunst, die sich den Eskalationsspiralen, dem Bekenntnisdruck, der Lagerbildung und der Selbstüberschätzung entzieht; eine Kunst, die sich dem ultimativen Konterrevolutionsverdacht aussetzt – albern und ironisch zu sein!

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